Konferenzprogramm

Die im Konferenzprogramm der OOP 2022 Digital angegebenen Uhrzeiten entsprechen der Central European Time (CET).

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Track: Product Development in Times of Digitalization

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  • Mittwoch
    02.02.
, (Mittwoch, 02.Februar 2022)
09:00 - 10:45
Mi 6.1
Leveling Up The UX Fitness – Wie wir die Reife von Human-Centered Design voranbringen
Leveling Up The UX Fitness – Wie wir die Reife von Human-Centered Design voranbringen

Eine „menschzentrierte“ digitale Transformation ist in aller Munde. Aber wie gelingt diese? In diesem Vortrag werden wir einen Überblick über existierende Reifegradmodelle zur Menschzentrierung und User Experience (UX) geben sowie die damit verbundenen Potenziale diskutieren. Ausgehend davon berichten wir aus unserem Beratungsalltag bei diversen Organisationen über Stellschrauben, wie sich in der Organisation für das Thema Human-Centered Design sensibilisieren und die Reife zur Menschzentrierung Schritt für Schritt erhöhen lässt.

Zielpublikum: Projektleiter:innen, Manager, Architekt:innen, Entscheider, Produktmanager, Product Owner
Voraussetzungen: Keine
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract
In der Vergangenheit war die Konzeption von Softwarelösungen stark von dem Versuch geprägt, alle Anforderungen im Vorfeld zu sammeln und dann eine Lösung zu entwickeln. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass gerade komplexe Herausforderungen nicht im Voraus durch Anforderungen spezifiziert werden können. Vielmehr ist es so, dass die Anforderungen erst durch die Auseinandersetzung mit konkreten Lösungen geklärt werden können. Ein Ansatz, der sowohl durch die agile Entwicklung als auch durch eine Fokussierung auf die Endanwender (Human-Centered Design; kurz HCD) thematisiert wird. Ein guter Research-orientierter Konzeptionsprozess, der Evidence-basiert statt auf Annahmen beruhend stattfindet, wird damit zum kritischen Erfolgsfaktor.

Um eine positive Experience der Menschen (User Experience; kurz UX) mit den Systemen zu fördern, ist HCD ein wichtiger Faktor im Software-Engineering. Damit HCD im Software-Engineering seine volle Wirkung entfalten kann, muss es jedoch optimal integriert werden. Es sollte die agile Haltung (Agilität), die kontinuierliche Lieferung von Ergebnissen unterstützen (Continuous Delivery) und seinen Beitrag dazu leisten, Verschwendung wie unfertige Arbeit, spätes Umlernen oder Defekte zu vermeiden (Lean Development/UX).

Pragmatische Ansätze dazu werden bspw. unter dem Stichwort "Continuous UX" bzw. „Lean UX“ diskutiert. In der Praxis stellt sich derzeit jedoch die Frage, wie eine gute HCD in dem beschriebenen situativen Umfeld effektiv etabliert werden kann. Zwei wesentliche Werkzeuge für die Steuerung sind zum einen die Reife von Prozessen und zum anderen die Reife in Bezug auf personelle Fähigkeiten und die Organisationskultur. Modelle, die auf eine übergreifende strategische Organisationsebene abzielen, adressieren in der Regel die allgemeine Entwicklung einer Kultur, in der HCD über alle Bereiche des Unternehmens hinweg manifestiert und gelebt werden soll. Modelle, die sich an ein Produktteam richten, fokussieren dagegen den Prozess zwischen den Team-Mitgliedern und die vorhandene Kompetenz in Bezug auf HCD, damit ein brauchbares Produkt entwickelt werden kann. Modelle, die auf der Produktebene angesiedelt sind, messen den spezifischen Reifegrad bzw. die Qualität des Produktes selbst.

In diesem Vortrag geben wir einen Überblick über existierende Reifegradmodelle zu Human-Centered Design und User Experience und diskutieren die damit verbundenen Potenziale und Notwendigkeiten. Ausgehend davon berichten wir aus unserem Beratungsalltag bei diversen Organisationen über Stellschrauben, wie sich in der Organisation für das Thema HCD sensibilisieren und die Reife Schritt für Schritt erhöhen lässt.

Die Teilnehmenden am Vortrag werden lernen,

• was Human-Centered Design ausmacht,

• mit welchen Maßnahmen die Überzeugungsarbeit gelingen kann,

• was dafür nötig ist, den Aspekt der Menschzentrierung nachhaltig zu etablieren sowie

• auf welche Aktivitäten im Projekt zu achten ist, damit das Projektergebnis dies auch widerspiegelt.

Martin Beschnitt konzipiert und optimiert als geschäftsführender Gesellschafter der UX-Agentur eresult GmbH seit 2007 digitale Interfaces im Auftrag deutscher Mittelständer und DAX-Konzerne.
Interne Component-Libraries: Ein Erfahrungsbericht
Interne Component-Libraries: Ein Erfahrungsbericht

Um die Wiederverwendung von komplexen UI-Komponenten zu ermöglichen, haben wir eine interne Web-Components-Library entwickelt, die einen technologieneutralen UI-Styleguide implementiert. So soll zusätzlich ein einheitliches Look-and-Feel über verschiedene Anwendungen hinweg erreicht werden. Wir möchten im Vortrag unsere Erfahrungen teilen bzgl. Framework-Neutralität, Accessibility, Contribution-Modell, Dokumentation, Dokumentation, CI/CD und der Abstimmung mit Produkt-Teams auf der einen und UI/UX-Verantwortlichen auf der anderen Seite.

Zielpublikum: Architekt:innen, Entwickler:innen, Projektleiter:innen
Voraussetzungen: Projekterfahrung, Grundwissen Web
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritte

Extended Abstract

Wenn in einem Unternehmen eine Vielzahl an Front-End-Anwendungen entwickelt wird, stellen sich früher oder später Fragen wie: Wie können wir ein einheitliches Look-and-Feel sicherstellen? Können wir Dinge wiederverwenden und den Entwicklungsaufwand gering halten? Und wie erreichen wir einen Wiedererkennungswert der Anwendungen? Die Entwicklung eines firmeninternen Styleguides bzw. Design-Systems und entsprechende Component-Libraries sind ein naheliegender Ansatz, jedoch steckt der Teufel wie so oft im Detail. Denn in modernen Projektsetups möchte man den einzelnen Teams ja möglichst wenige Technologievorgaben machen, was eine Herausforderung für projektübergreifende Komponenten-Bibliotheken darstellt. Darüber hinaus stellt die Entwicklung einer Bibliothek ganz andere Anforderungen an den Entwicklungsprozess als beispielsweise eine Endkunden-Software. Themen wie Dokumentation, Abwärtskompatibilität, Einbindung der UX-Teams, Maintenance, Accessibility und der Umgang mit sich teilweise widersprechenden Anforderungen und Erwartungen sind besondere Herausforderungen.

Wir wollen im Vortrag von unseren Erfahrungen bei der Entwicklung einer Web-Components-Bibliothek für den konzernweiten Einsatz in unterschiedlichen Web-Projekten berichten.

Manuel Mauky ist Softwareentwickler bei ZEISS Digital Innovation. Er beschäftigt sich vor allem mit TypeScript, React und Web Components. Daneben interessiert er sich für funktionale Programmierung.

Alina Stein arbeitet bei ZEISS Digital Innovation in München als Product Owner und Business Analyst für Webanwendungen. Nebenbei interessiert sie sich für UX-Design in Verbindung mit Gamification.

Martin Beschnitt
Manuel Mauky, Alina Stein
Manuel Mauky, Alina Stein
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11:00 - 11:45
Mi 6.2
Vom Wertstrom zur User-Story – Journey Mapping als hilfreiches Werkzeug
Vom Wertstrom zur User-Story – Journey Mapping als hilfreiches Werkzeug

Der Vortrag beschreibt, wie man von einem operativen Wertstrom (z. B. Beantragung eines Kredits) zur Ableitung von Features kommt und diese in MVP (Minimum Viable Products) und Folgereleases priorisiert.

Wir schauen uns dabei Werkzeuge, wie z. B. Customer Journeys, Feature Mapping, Ideation und Priorisierungsmethoden an. Das Ganze wird anhand eines Beispiels/Fallstudie aus einem unserer großen Delivery-Projekte aufgezeigt.

Zielpublikum: UX, Architekt:innen, Entwickler:innen, Projektleiter:innen, Projektmanager:innen, Product Owner, Product Manager
Voraussetzungen: Basiswissen im agilen Requirements Engineering
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract

Der Vortrag beschreibt, wie man von einem operativen Wertstrom (z. B. Beantragung eines Kredits) zur Ableitung von Features kommt und diese in MVP (Minimum Viable Products) und Folgereleases priorisiert.

Wir starten damit, uns anzuschauen, was ein operativer Wertstrom ist und warum es vorteilhaft ist, sich nach diesen zu organisieren. Im nächsten Schritt leiten wir aus diesem Wertstrom eine Customer Journey Map und gehen auf Werkzeuge, wie z. B. Personas und Empathy Maps ein. Danach leiten wir aus der Customer Journey eine Feature Map ab und gehen hier auf verschieden Ideation-Tools ein. Zuletzt zeigen wir, wie man aus der Feature Map das MVP und weitere Releases bestimmen kann, hier gehen wir auf verschiedene Priorisierungsmethoden ein.

Der Vortrag soll aufzeigen, wie man in der Entwicklung von neuen Produkten vom Wertstrom mithilfe von Customer Journeys und Feature Mapping zum MVP kommt. Das Ganze wird anhand eines Beispiels/Fallstudie aus einem unserer großen Delivery-Projekte aufgezeigt.

Sebastian Straube ist leidenschaftlicher Agilist. Sein Fokus liegt im agilen Produktmanagement. Er beschäftigt sich sehr stark mit den Themen Produktstrategie und Product Discovery. Bevor er Agile Coach wurde, war er selbst Produktmanager und hat E-Commerce Anwendungen sowie innovative mobile Apps entwickelt.
Kim Reutters große Leidenschaft liegt in der agilen Entwicklung digitaler Produkte. Ihr Fokus liegt im Product Ownership und dem Aufbau innovationsgetriebener und Kundenwert-maximierender Teams. Autonomie und Selbstorganisation sind für sie die zentralen Bausteine des agilen Mindsets. Kim Reutters große Leidenschaft liegt in der agilen Entwicklung digitaler Produkte. Ihr Fokus liegt im Product Ownership und dem Aufbau innovationsgetriebener und Kundenwert-maximierender Teams. Autonomie und Selbstorganisation sind für sie die zentralen Bausteine des agilen Mindsets.
Sebastian Straube, Kimberley Reutter
Sebastian Straube, Kimberley Reutter
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14:30 - 15:30
Mi 6.3
Schnell, innovativ, agil – Digitale Transformation (remote) gestalten
Schnell, innovativ, agil – Digitale Transformation (remote) gestalten

Für eine nachhaltige digitale Transformation braucht es eine funktionierende Innovationskultur, also Kreativität, Vernetzung und spontanen Austausch - aber wie geht das in Zeiten von Remote-Arbeit?

In unserer Session teilen wir unsere Erfahrung und Methoden, wie Sie Innovationskultur fördern können und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht. Anhand praktischer Beispiele aus zwei digitalen Transformationsprojekten teilen wir unsere Best Practices und Learnings. Dabei bleibt genügend Raum für Ihre Fragen und gemeinsame Diskussion.

Zielpublikum: Entwickler:innen, Führungskräfte, Architekt:innen, Manager, Projektleiter:innen, Entscheider
Voraussetzungen: Keine
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract

Für digitale Transformationen ist Corona Fluch und Segen zugleich: Einerseits hat die Pandemie operative Digitalisierungs-Barrieren abgebaut. Andererseits ist der Schlüssel für eine nachhaltige digitale Transformation eine funktionierende Innovationskultur. Und Innovation braucht Kreativität, Vernetzung und spontanen Austausch - aber wie geht das in Zeiten von Remote-Arbeit?

In unserer Session teilen wir unsere Erfahrung, wie Sie trotz (oder gerade wegen) Corona Innovationskultur fördern können und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht. Anhand des Teamklima-Inventars, einem Instrument zur Messung von Innovation und Effektivität in Teams, sprechen wir zunächst über die Voraussetzungen für quantitative und qualitative Innovation. Dabei gehen wir spezifisch auf die Herausforderungen verteilter Teams ein.

Anschließend zeigen wir einfach umsetzbare Tools und Methoden, mit denen Sie die Innovationskraft virtueller Teams fördern können, so z. B. das Virtuelle Office oder die Team Charta. Weiterhin teilen wir unsere Erfahrung aus zwei digitalen Transformationsprojekten: In beiden Unternehmen konnten wir durch systemische Interventionen neue Räume für Innovation schaffen und mit bestehenden Strukturen vereinen. Welche Herausforderungen uns dabei begegnet sind und inwiefern diese durch die Remote-Situation verstärkt wurden, berichten wir Ihnen in unserer Session. Selbstverständlich bleibt genügend Raum für Ihre Fragen und die gemeinsame Diskussion.

Alex Hoitz ist Wirtschaftspsychologin und Organisationsentwicklerin bei Scalamento. Ihr Purpose: Potenziale von Individuen und Organisationen entfalten. Ihre Superkraft: Für Alex ist kein Problem zu komplex.
Anne Herwanger ist Agile Coach und Organisationsentwicklerin bei Scalamento. Ihr Purpose: Organisationen human-friendly gestalten. Ihre Superkraft: Anne vereint Zug zum Ziel mit jeder Menge Improvisationstalent.
Alexandra Hoitz, Anne Herwanger
Alexandra Hoitz, Anne Herwanger
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17:00 - 18:00
Mi 6.4
Next Level Collaborative Modelling : Wie sich Stakeholder und Entwickler durch Domain Storytelling besser verstehen
Next Level Collaborative Modelling : Wie sich Stakeholder und Entwickler durch Domain Storytelling besser verstehen

In jedem Projekt treffen unterschiedlichste Menschen aufeinander und damit verschiedenartige Sichtweisen.

Fachliche Experten diskutieren mit Anwendern, Softwareentwicklern und unterstützenden Fachabteilungen wie PMO, Personalabteilung, Betriebsrat oder der Unternehmensrevision. Jede Stakeholdergruppe hat unterschiedliche Erwartungen bzw. konkreten Informationsbedarf an das Projekt.

Der Vortrag stellt Lösungsansätze und Beispiele vor, wie man mit Domain Storytelling fundierte Antworten auf die Fragestellungen der Stakeholder finden kann.

Zielpublikum: Product Owner, Entwickler:innen, Anwender, Projektleiter:innen, Manager, Coaches, alle Stakeholder
Voraussetzungen: Nur eine Kurzeinführung in die Methode, aber trotzdem für Einsteiger geeignet, weil selbsterklärend
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Extended Abstract

Mit Domain Storytelling lassen sich Themen wie fachliche Projektinhalte, Personen und Leistungskontrolle oder ordnungsgemäße Abrechnung auch für größere Gruppen für die Diskussion visuell aufbereiten. Den Beteiligten macht es in der Regel Spaß und ist sehr motivierend, die eigene Rolle konkret in Szenarien zu erleben, zu hinterfragen und am Ende gemeinsam neue Lösungen zu erarbeiten. Wenn dann auch die notwendige formale Projektdokumentation durch die Szenario-Diagramme vereinfacht werden kann, entstehen weitere Win-Win-Situationen rund um das Projekt.

Domain Storytelling als Interview- und Modellierungstechnik nutzt eine einfache Bildsprache, um Geschichten über den Anwendungsbereich zu erzählen und zu dokumentieren. Die Bildsprache kennt im Wesentlichen drei Arten von Symbolen, die als Icons und Pfeile dargestellt werden:

- Akteure sind die handelnden Personen und IT-Systeme einer Geschichte. Typischerweise benannt mit einer Rollenbezeichnung (z.B. Bus-Disponentin).

- Die Arbeitsgegenstände, mit den die Akteure ihre Arbeit machen. Oft Dinge, die man anfassen und sehen kann, wie der „Bus“. Manchmal auch ein vergegenständlichtes Konzept, wie der „Auftrag“.

- Aktivitäten beschreiben, was die Akteure tun, und werden durch Pfeile ausgedrückt. Die Nummerierung der Pfeile zeigt die Reihenfolge der Aktivitäten. Die Aktivitäten sind die Verben in unseren Geschichten.

Icons und Pfeile werden durch kurze Texte so erläutert, dass ein „visueller“ Satz entsteht. Für die Beschriftung verwenden wir Begriffe aus der Domänensprache. Das Ergebnis wird als Bild mit einfachen Piktogrammen dokumentiert. (Konkrete Beispiele finden sich unter www.domainstorytelling.org )

Carsten Lill (WPS – Workplace Solutions GmbH) interessiert sich für alles, was hilft, Projekte von der Vision bis hin zur Anforderung aufzusetzen. Er berät Kunden im Kontext Projekt- und Anforderungsmanagement, arbeitet als Agiler Coach und ist als praxisnaher Trainer für „Agilität und PM“ in Deutschland unterwegs.
Carsten Lill
Carsten Lill
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