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SOFTWARE MEETS BUSINESS:
Die Konferenz für Software-Architektur
21. - 25. Januar 2019, München

Sessionsdetails

Vortrag: Mi 1.4
Datum: Mi, 23.01.2019
Uhrzeit: 17:00 - 18:00
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Was Architekten für die Langlebigkeit ihrer Systeme tun sollten

Uhrzeit: 17:00 - 18:00
Vortrag: Mi 1.4

 

Langlebigkeit ist aus wirtschaftlicher Sicht eine der wichtigsten Anforderungen an viele IT-Systeme. Dieser Beitrag beleuchtet zunächst, welche Umbrüche auf aktuelle Systeme zukommen werden. Neben einzelnen „Disruptionen“ beschreibt er auch die tektonische Verschiebung in der IT-Industrie, die durch die immer noch mangelnde Produktivität in der Software-Entwicklung hervorgerufen wird. Anschließend zeigt der Beitrag auf, welche Regeln und Richtlinien ein Architekt anwenden sollte, um in diesem Umfeld langlebige Systeme zu konzipieren.

Zielpublikum: Architekten, die große Systeme und Systemlandschaften verantworten, Entwicklungsleiter
Voraussetzungen: Erfahrungen im Entwurf von Architekturen
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Extended Abstract
Der Beitrag führt zunächst Architekturen von Systemen, Diensten und Anwendungslandschaften ein, um ein gemeinsames Verständnis für Architektur zu schaffen.
Danach werden aktuelle Trends und „Disruptionen“ diskutiert. Durch Parallelen zu Umbrüchen in der Vergangenheit erfolgt eine Einordnung der Bedeutung dieser Trends. Es wird herausgestellt, welche dieser Konzepte tatsächlich neu und eigenständig sind, seien es Architekturparadigmen wie Microservices, neue Entwicklungswerkzeuge und Generatoren, Bibliotheken, Frameworks, Services oder Plattformen wie der Cloud. Über diese Themen hinaus wird eine grundlegende tektonische Verschiebung in der Software-Entwicklung dargestellt: der steigende Kostendruck und global verteilte Entwicklungsprozesse. Dieser Trend wird von Architekten bei der Beschäftigung mit den vielen, täglichen Einzelthemen leicht übersehen.
Auf Basis dieser Trendanalyse zeigt der Beitrag konkret auf, welche Überlegungen die Designentscheidungen eines Architekten leiten sollten. Dies betrifft sowohl Fragen zur Technologie- und Werkzeugauswahl als auch Entscheidungen zu Vorgehensmodellen und Betriebsplattformen. Der zentrale Aspekt ist aber die Gestaltung der Architektur, die Bildung von Komponenten unterschiedlichster Form und deren Zusammenspiel. Die Auswahl eines geeigneten Architekturparadigmas muss wesentlich von Typ des zu erstellenden Systems geprägt sein. Auch hier gilt ein besonderes Augenmerk der Auftraggeber-Perspektive, aus der zu Recht immer weiter steigende Anforderungen an Technologie und Funktionsumfang gestellt werden.