Konferenzprogramm

Die im Konferenzprogramm der OOP 2022 Digital angegebenen Uhrzeiten entsprechen der Central European Time (CET).

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Thema: Digitization

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, (Montag, 31.Januar 2022)
18:30 - 20:00
Nmo 2
Prototyping und Experimente – Mit einem digitalen Prototyp neue Geschäftsmodelle entwickeln
Prototyping und Experimente – Mit einem digitalen Prototyp neue Geschäftsmodelle entwickeln

Das Etablieren digitaler Geschäftsmodelle ist mit erheblichen Kosten verbunden. Mit der Produktion von Klickdummys können teure Fehler verhindert und Kundenfeedback in einem sehr frühen Stadium der Produktentwicklung berücksichtigt werden.
In dieser sehr interaktiven und lebendigen Session werden Sie gemeinsam mit Regina Friedrichs und Manuel Weißbach einen digitalen Prototyp erstellen. Wir werden Feedback von potenziellen Usern generieren und erleben, wie sich unser Produkt durch diesen Input verbessert.

Zielpublikum: Product Owner, Scrum Master, Projektleiter:innen, Manager, Business-Analysten
Voraussetzungen: Keine
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract
In dieser Session wird zu einem konkreten Thema ein digitaler Klickdummy selbstständig in mehreren Iterationen erarbeitet. Die Speaker werden Ihnen mit Tipps und Tricks, sowohl bei der Produktion der Prototypen als auch bei der Userbefragung, zur Seite stehen.
Ziel der Session ist es, anhand eines Beispiels aufzuzeigen, wie einfach es ist, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln einen Klickdummy zu produzieren. Die Bedürfnisse der User werden dadurch zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Produktentwicklung in das Zentrum des Produkts gerückt.
Regina Friedrichs und Manuel Weißbach sind seit Jahren in Appentwicklung und der Webentwicklung tätig. Das Testen neuer digitaler Geschäftsprozesse mit Hilfe digitaler Klickdummys hat sich als das zentrale Element ihrer Product Discoverys etabliert.

Manuel Weißbach ist seit 2015 als Projektleiter und Product Owner tätig. Er hat sich der agilen Software-Entwicklung verschrieben und arbeitet aktuell als Product Owner, Berater und Coach.
Regina Friedrichs war bereits als Softwaretester, Berater und Business-Analyst für agile Produktentwicklungen engagiert. Seit 2021 ist sie als Product Owner bei der AOK Systems GmbH tätig.
Manuel Weißbach, Regina Friedrichs
Manuel Weißbach, Regina Friedrichs
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, (Dienstag, 01.Februar 2022)
09:00 - 10:45
Di 3.1
Datensouveränität – Quo vadis?
Datensouveränität – Quo vadis?

Daten sind Macht. Sie haben heute eine wesentliche Bedeutung, da auf ihrer Grundlage vermehrt neue Produkte und Geschäftsmodelle entwickelt und besser informierte Entscheidungen getroffen werden. Aktuelle technische Entwicklungen beginnen sich zu etablieren, um Daten in Datenökosystemen zu teilen, dabei aber als Dateneigentümer gleichzeitig auch volle Kontrolle darüber bewahren zu können. Das ermöglicht es Datenlieferanten, ihre individuellen Rechte zu wahren, und schafft die Grundlage für neue digitale Geschäftsmodelle.

Zielpublikum: Architekt:innen, Projektleiter:innen, Manager, Entscheider
Voraussetzungen: Fachkenntnisse zu digitalen Produkten, Produktentwicklung, Grundkenntnisse Software-Architektur
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Extended Abstract
Die Bedeutung von Daten hat in den letzten Jahrzehnten stetig zu genommen. Während Daten früher meist nur als Ergebnis bzw. Nebenprodukt eines Prozesses verstanden wurden, hat sich die Rolle von Daten geändert hin zum Wegbereiter für Prozesse und für Produkte. Häufig werden Daten heute als strategische Ressource und sogar selbst als Produkt gesehen. In Datenökosystemen werden Daten heute genutzt, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und besser informierte Entscheidungen zu treffen. Endnutzer spielen hier eine kritische Rolle, weil sie als Datenlieferanten häufig weder autonom darüber entscheiden können, wer ihre Daten nutzt, verarbeitet, speichert und bewegt noch darüber informiert werden, welche Datenflüsse überhaupt stattfinden. Eine einmal getroffene Entscheidung, Daten zu teilen, kann häufig nicht mehr vollständig rückgängig gemacht werden. Die seit vielen Jahren, in Medien, gehäuft diskutierten Datenskandale haben dazu geführt, dass Misstrauen bei Nutzern entsteht, was die Entwicklung von Datenökonomien negativ beeinflusst. Datenmissbrauch ist insofern kritisch, da Daten, werden sie heute unreguliert weitergegeben oder in die falschen Hände gegeben, morgen aufgrund technischen und kulturellen Fortschrittes mehr Informationen als heute offenbaren können, was für den Einzelnen potenziell unvorhersehbare negativen Folgen haben kann. Da Nutzer in Bezug auf Datenschutz häufig irrationale Entscheidungen treffen, stehen Unternehmen umso mehr in der Verantwortung, Sorge zu tragen, die Nutzer ihrer Produkte dabei zu unterstützen, ihr Recht auf souveräne Bestimmung über die Verwendung ihrer Daten ausüben zu können. Das hat auch die Politik erkannt und Datensouveränität – eine Ebene digitaler Souveränität – als digitalpolitisches Schlüsselkonzept positioniert und die Entwicklung einheitlicher technologischer Grundlagen gefördert. Die im Vortrag vorgestellten Entwicklungen, rund um die Referenz-Architektur International Data Spaces, ermöglichen die Etablierung dezentraler Daten-Architekturen, bei der Daten in Datenmarktplätzen geteilt und Dateneigentümer verlässlich Nutzungsbedingungen an Datenlieferungen knüpfen können. Auch Projekte wie Solid, von Tim Berners-Lee, zahlen darauf ein, Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zurückzugeben. Beide Projekte haben verschiedene Schwerpunkte, können sich bei der Ausgestaltung einer technischen Architektur aber auch sehr gut ergänzen. Ziel des Vortrags ist es, deutlich zu machen, wie aktuelle technologische Entwicklungen es möglich machen wollen, Datenökonomien zu etablieren, die auf gemeinsamen verlässlichen Regeln und Standards basieren, und wie dabei die deutlich sichtbar werdenden digitalethischen Implikationen beim Teilen von Daten effektiv adressiert werden. Außerdem soll gezeigt werden, welche neuen digitalen Geschäftsmodelle damit möglich werden und wie alle Beteiligten dabei von Fairness und Transparenz profitieren.

Matthias Kindermann ist seit zwanzig Jahren als Entwickler und Architekt tätig, und aktuell bei der DATEV eG in Nürnberg angestellt. Dort agiert er als Senior Software Architect, schwerpunktmäßig in übergreifenden Rollen. 
Matthias gibt sein Wissen in verschiedenen Projekten als Architekt weiter und ist darüber hinaus als Referent in Trainings tätig, in denen er Inhalte in Bezug auf Cloud-native Software-Architektur, DevOps und Software-Entwicklungsprozessen vermittelt. 
Seine fachlichen Schwerpunkte sind Software-Architektur, Cloud-native, Event-getriebene Architekturen, Daten-Architekturen und Web-Standards – immer stärker auch über verschiedene Architektur-Ebenen hinweg bis zur Geschäfts-Architektur.
Daten konvertieren – aber richtig
Daten konvertieren – aber richtig

Datenkonvertierungen sind in fast allen Projekten ein notwendiges Übel. Egal, ob es sich um ein Legacy-System handelt oder ob einfach Daten von einem anderen System übernommen werden müssen.
Trotzdem hat man oft das Gefühl, dass immer wieder von vorne angefangen wird.
Dieser Talk zeigt neben der Planung und Vorbereitung auch einige Tipps & Tricks aus dem Projektalltag.

Zielpublikum: Entwickler:innen, Architekt:innen, Projektleiter:innen, Administratoren
Voraussetzungen: Programmierkenntnisse, Kenntnisse über Datenhaltung, allgemeine Projekterfahrung
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Thomas Ronzon arbeitet seit 2000 als Projektleiter und Senior Softwareentwickler bei der w3logistics AG in Dortmund. Dabei beschäftigt er sich vor allem mit der Modernisierung von unternehmenskritischen Logistikanwendungen.
In der Zeitschrift JavaSPEKTRUM berichtet er regelmäßig über neue „Tools“ für Architekten (The Tool Talk). Darüber hinaus veröffentlicht er regelmäßig Fachartikel und spricht auf Konferenzen. Thomas taucht leidenschaftlich gerne und tief in technische Aspekte ein, verliert dabei jedoch nie den Bezug für die Fachlichkeit. Mit viel Empathie, Erfahrung und konkreten Lösungsvorschlägen schlägt er damit immer wieder die Brücke zwischen Business und IT.
Matthias Kindermann
Thomas Ronzon
Matthias Kindermann

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Thomas Ronzon
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, (Mittwoch, 02.Februar 2022)
09:00 - 10:45
Mi 5.1
Building a culture of chaos
Building a culture of chaos

Chaos engineering, popularised by Netflix, is an approach to building scalable, resilient systems through destructive experiments, but what other impacts does it have? How can adopting chaos engineering change organisational culture? This talk explores the parallels between modern distributed architectures and the unpredictable challenges of the modern world, and how approaches like chaos engineering help organisations deal with both.

We will deep dive into the practices needed to make chaos engineering a success in your organisation and uncover how they help beyond just chaos engineering experiments. We will also explore the nature of complex, socio-technical systems and why new approaches are needed to deal with them.

Target Audience: Anyone in a team or organisation considering adopting chaos engineering
Prerequisites: None
Level: Practicing

Chaos engineering, culture, learning, complexity, resilience, experimentation, distributed systems
New Normal for Software Engineering
New Normal for Software Engineering

Digitalization has been changing existing industry B2B businesses, digitalization business models arrived and the Digitalization solutions need to be developed to support this. The sudden enforcement of social distancing has given the digital transformation a significant push forward. How do we develop innovative Digitalization offerings in the future? We will show how to seize these opportunities and forge new paths toward the new normal for Software Engineering.

Target Audience: Software Engineers, System and Software Architects, Software Managers
Prerequisites: Knowledge in Software Engineering Practice
Level: Basic

Carolin Rubner leads the research module ‘Development Efficiency & industrial-grade DevOps’ and the research group Decentralized Architectures & Blockchain within Siemens Technology in Erlangen, Germany. She has been working with Siemens across all verticals for 24 years. Her career started as a software architect and project manager specializing in international research and development projects. Prior to her current role, she spent 5 years as Siemens Technical Liaison Manager at Microsoft (Redmond, WA) and worked as a responsible Research Group Lead on the topic of Software Architecture & Platforms in Princeton, NJ.
Christian Hahn is working as Senior Key Expert at Siemens Technology for agile and lean development approaches, continuous testing for DevOps and continuous delivery. He has a strong expertise in test strategies and test techniques for cross-functional teams and in large scale SW development projects.
Matthias Saft is working at Siemens Technology on software development related topics. His focus is code and
design quality, its measurement, visualization, and improvement. A corresponding architectural foundation is
obligatory, and likewise considered. Additionally, he is interested in large scale lean and agile development methodologies, and their application in an industrial context.
Steve Upton
Carolin Rubner, Christian Hahn, Matthias Saft
Carolin Rubner, Christian Hahn, Matthias Saft
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09:00 - 10:45
Mi 6.1
Leveling Up The UX Fitness – Wie wir die Reife von Human-Centered Design voranbringen
Leveling Up The UX Fitness – Wie wir die Reife von Human-Centered Design voranbringen

Eine „menschzentrierte“ digitale Transformation ist in aller Munde. Aber wie gelingt diese? In diesem Vortrag werden wir einen Überblick über existierende Reifegradmodelle zur Menschzentrierung und User Experience (UX) geben sowie die damit verbundenen Potenziale diskutieren. Ausgehend davon berichten wir aus unserem Beratungsalltag bei diversen Organisationen über Stellschrauben, wie sich in der Organisation für das Thema Human-Centered Design sensibilisieren und die Reife zur Menschzentrierung Schritt für Schritt erhöhen lässt.

Zielpublikum: Projektleiter:innen, Manager, Architekt:innen, Entscheider, Produktmanager, Product Owner
Voraussetzungen: Keine
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract
In der Vergangenheit war die Konzeption von Softwarelösungen stark von dem Versuch geprägt, alle Anforderungen im Vorfeld zu sammeln und dann eine Lösung zu entwickeln. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass gerade komplexe Herausforderungen nicht im Voraus durch Anforderungen spezifiziert werden können. Vielmehr ist es so, dass die Anforderungen erst durch die Auseinandersetzung mit konkreten Lösungen geklärt werden können. Ein Ansatz, der sowohl durch die agile Entwicklung als auch durch eine Fokussierung auf die Endanwender (Human-Centered Design; kurz HCD) thematisiert wird. Ein guter Research-orientierter Konzeptionsprozess, der Evidence-basiert statt auf Annahmen beruhend stattfindet, wird damit zum kritischen Erfolgsfaktor.

Um eine positive Experience der Menschen (User Experience; kurz UX) mit den Systemen zu fördern, ist HCD ein wichtiger Faktor im Software-Engineering. Damit HCD im Software-Engineering seine volle Wirkung entfalten kann, muss es jedoch optimal integriert werden. Es sollte die agile Haltung (Agilität), die kontinuierliche Lieferung von Ergebnissen unterstützen (Continuous Delivery) und seinen Beitrag dazu leisten, Verschwendung wie unfertige Arbeit, spätes Umlernen oder Defekte zu vermeiden (Lean Development/UX).

Pragmatische Ansätze dazu werden bspw. unter dem Stichwort "Continuous UX" bzw. „Lean UX“ diskutiert. In der Praxis stellt sich derzeit jedoch die Frage, wie eine gute HCD in dem beschriebenen situativen Umfeld effektiv etabliert werden kann. Zwei wesentliche Werkzeuge für die Steuerung sind zum einen die Reife von Prozessen und zum anderen die Reife in Bezug auf personelle Fähigkeiten und die Organisationskultur. Modelle, die auf eine übergreifende strategische Organisationsebene abzielen, adressieren in der Regel die allgemeine Entwicklung einer Kultur, in der HCD über alle Bereiche des Unternehmens hinweg manifestiert und gelebt werden soll. Modelle, die sich an ein Produktteam richten, fokussieren dagegen den Prozess zwischen den Team-Mitgliedern und die vorhandene Kompetenz in Bezug auf HCD, damit ein brauchbares Produkt entwickelt werden kann. Modelle, die auf der Produktebene angesiedelt sind, messen den spezifischen Reifegrad bzw. die Qualität des Produktes selbst.

In diesem Vortrag geben wir einen Überblick über existierende Reifegradmodelle zu Human-Centered Design und User Experience und diskutieren die damit verbundenen Potenziale und Notwendigkeiten. Ausgehend davon berichten wir aus unserem Beratungsalltag bei diversen Organisationen über Stellschrauben, wie sich in der Organisation für das Thema HCD sensibilisieren und die Reife Schritt für Schritt erhöhen lässt.

Die Teilnehmenden am Vortrag werden lernen,

• was Human-Centered Design ausmacht,

• mit welchen Maßnahmen die Überzeugungsarbeit gelingen kann,

• was dafür nötig ist, den Aspekt der Menschzentrierung nachhaltig zu etablieren sowie

• auf welche Aktivitäten im Projekt zu achten ist, damit das Projektergebnis dies auch widerspiegelt.

Martin Beschnitt konzipiert und optimiert als geschäftsführender Gesellschafter der UX-Agentur eresult GmbH seit 2007 digitale Interfaces im Auftrag deutscher Mittelständer und DAX-Konzerne.
Interne Component-Libraries: Ein Erfahrungsbericht
Interne Component-Libraries: Ein Erfahrungsbericht

Um die Wiederverwendung von komplexen UI-Komponenten zu ermöglichen, haben wir eine interne Web-Components-Library entwickelt, die einen technologieneutralen UI-Styleguide implementiert. So soll zusätzlich ein einheitliches Look-and-Feel über verschiedene Anwendungen hinweg erreicht werden. Wir möchten im Vortrag unsere Erfahrungen teilen bzgl. Framework-Neutralität, Accessibility, Contribution-Modell, Dokumentation, Dokumentation, CI/CD und der Abstimmung mit Produkt-Teams auf der einen und UI/UX-Verantwortlichen auf der anderen Seite.

Zielpublikum: Architekt:innen, Entwickler:innen, Projektleiter:innen
Voraussetzungen: Projekterfahrung, Grundwissen Web
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritte

Extended Abstract

Wenn in einem Unternehmen eine Vielzahl an Front-End-Anwendungen entwickelt wird, stellen sich früher oder später Fragen wie: Wie können wir ein einheitliches Look-and-Feel sicherstellen? Können wir Dinge wiederverwenden und den Entwicklungsaufwand gering halten? Und wie erreichen wir einen Wiedererkennungswert der Anwendungen? Die Entwicklung eines firmeninternen Styleguides bzw. Design-Systems und entsprechende Component-Libraries sind ein naheliegender Ansatz, jedoch steckt der Teufel wie so oft im Detail. Denn in modernen Projektsetups möchte man den einzelnen Teams ja möglichst wenige Technologievorgaben machen, was eine Herausforderung für projektübergreifende Komponenten-Bibliotheken darstellt. Darüber hinaus stellt die Entwicklung einer Bibliothek ganz andere Anforderungen an den Entwicklungsprozess als beispielsweise eine Endkunden-Software. Themen wie Dokumentation, Abwärtskompatibilität, Einbindung der UX-Teams, Maintenance, Accessibility und der Umgang mit sich teilweise widersprechenden Anforderungen und Erwartungen sind besondere Herausforderungen.

Wir wollen im Vortrag von unseren Erfahrungen bei der Entwicklung einer Web-Components-Bibliothek für den konzernweiten Einsatz in unterschiedlichen Web-Projekten berichten.

Manuel Mauky ist Softwareentwickler bei ZEISS Digital Innovation. Er beschäftigt sich vor allem mit TypeScript, React und Web Components. Daneben interessiert er sich für funktionale Programmierung.

Alina Stein arbeitet bei ZEISS Digital Innovation in München als Product Owner und Business Analyst für Webanwendungen. Nebenbei interessiert sie sich für UX-Design in Verbindung mit Gamification.

Martin Beschnitt
Manuel Mauky, Alina Stein
Manuel Mauky, Alina Stein
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11:00 - 11:45
Mi 5.2
An Introduction to Digital Twins – Definition, Applications and Architectures
An Introduction to Digital Twins – Definition, Applications and Architectures

Besides IoT and Machine2Machine communication Digital Twins are a cornerstone of the fourth industrial revolution. In general, a Digital Twin is the virtual replica of a physical object or system. But what does this mean in detail – what are the ingredients of a Digital Twin? How can Digital Twins be built and utilized and what value do they bring? This talk gives an overview of different types of Digital Twins, different applications from public to industrial utilization and architectural approaches how to create and execute them.

Target Audience: System Architects, product owners, software engineers
Prerequisites: None
Level: Basic

Tim graduated in 2002 from the TU Munich in Applied Mathematics. After 3 years at a sister company of KUKA Robotics he joined Siemens Technology in 2005. There he researched on new system- and co-simulation methods. In 2014 he became senior key expert for simulation architectures and since then strives to establish simulation in operational support applications for industrial plants & infrastructures. Recently he manages a project that works on a future vision for a Digital-Twin-founded PLM.
Tim Schenk
Tim Schenk
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11:00 - 11:45
Mi 6.2
Vom Wertstrom zur User-Story – Journey Mapping als hilfreiches Werkzeug
Vom Wertstrom zur User-Story – Journey Mapping als hilfreiches Werkzeug

Der Vortrag beschreibt, wie man von einem operativen Wertstrom (z. B. Beantragung eines Kredits) zur Ableitung von Features kommt und diese in MVP (Minimum Viable Products) und Folgereleases priorisiert.

Wir schauen uns dabei Werkzeuge, wie z. B. Customer Journeys, Feature Mapping, Ideation und Priorisierungsmethoden an. Das Ganze wird anhand eines Beispiels/Fallstudie aus einem unserer großen Delivery-Projekte aufgezeigt.

Zielpublikum: UX, Architekt:innen, Entwickler:innen, Projektleiter:innen, Projektmanager:innen, Product Owner, Product Manager
Voraussetzungen: Basiswissen im agilen Requirements Engineering
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract

Der Vortrag beschreibt, wie man von einem operativen Wertstrom (z. B. Beantragung eines Kredits) zur Ableitung von Features kommt und diese in MVP (Minimum Viable Products) und Folgereleases priorisiert.

Wir starten damit, uns anzuschauen, was ein operativer Wertstrom ist und warum es vorteilhaft ist, sich nach diesen zu organisieren. Im nächsten Schritt leiten wir aus diesem Wertstrom eine Customer Journey Map und gehen auf Werkzeuge, wie z. B. Personas und Empathy Maps ein. Danach leiten wir aus der Customer Journey eine Feature Map ab und gehen hier auf verschieden Ideation-Tools ein. Zuletzt zeigen wir, wie man aus der Feature Map das MVP und weitere Releases bestimmen kann, hier gehen wir auf verschiedene Priorisierungsmethoden ein.

Der Vortrag soll aufzeigen, wie man in der Entwicklung von neuen Produkten vom Wertstrom mithilfe von Customer Journeys und Feature Mapping zum MVP kommt. Das Ganze wird anhand eines Beispiels/Fallstudie aus einem unserer großen Delivery-Projekte aufgezeigt.

Sebastian Straube ist leidenschaftlicher Agilist. Sein Fokus liegt im agilen Produktmanagement. Er beschäftigt sich sehr stark mit den Themen Produktstrategie und Product Discovery. Bevor er Agile Coach wurde, war er selbst Produktmanager und hat E-Commerce Anwendungen sowie innovative mobile Apps entwickelt.
Kim Reutters große Leidenschaft liegt in der agilen Entwicklung digitaler Produkte. Ihr Fokus liegt im Product Ownership und dem Aufbau innovationsgetriebener und Kundenwert-maximierender Teams. Autonomie und Selbstorganisation sind für sie die zentralen Bausteine des agilen Mindsets. Kim Reutters große Leidenschaft liegt in der agilen Entwicklung digitaler Produkte. Ihr Fokus liegt im Product Ownership und dem Aufbau innovationsgetriebener und Kundenwert-maximierender Teams. Autonomie und Selbstorganisation sind für sie die zentralen Bausteine des agilen Mindsets.
Sebastian Straube, Kimberley Reutter
Sebastian Straube, Kimberley Reutter
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14:30 - 15:30
Mi 5.3
Deepfakes am Limit - Fake-Videocalls mit Künstlicher Intelligenz
Deepfakes am Limit - Fake-Videocalls mit Künstlicher Intelligenz

Stellen Sie sich das mal vor: Jemand nimmt mit einem digitalen Ebenbild Ihrer Person an einem Live-Videoanruf teil. Heutige Echtzeit-Deepfake-Technologie erlaubt es, mit bloßem Auge kaum noch unterscheidbare "Doppelgänger" einer Person zu erzeugen. Das TNG Innovation Hacking Team forscht seit dem Jahr 2019 intensiv an der künstlichen Intelligenz rund um Echtzeit-Deepfakes und entwickelt diese ständig weiter. Das Endergebnis und die einzelnen Schritte hin zum Fotorealismus werden in diesem Vortrag vorgestellt.

Zielpublikum: Architekt:innen, Entwickler:innen, Projektleiter:innen, Manager, Entscheidende
Voraussetzungen: Keine 
Schwierigkeitsgrad: Basic

Extended Abstract
Stellen Sie sich das mal vor: Jemand nimmt mit einem digitalen Ebenbild Ihrer Person an einem Live-Videoanruf teil. Heutige Echtzeit-Deepfake-Technologie erlaubt es, mit bloßem Auge kaum noch unterscheidbare "Doppelgänger" einer Person zu erzeugen. Das TNG Innovation Hacking Team forscht seit dem Jahr 2019 intensiv an der künstlichen Intelligenz rund um Echtzeit-Deepfakes und entwickelt diese ständig weiter. Das Endergebnis und die einzelnen Schritte hin zum Fotorealismus werden in diesem Vortrag vorgestellt.

Seit ihrer Entstehung im Jahr 2017 haben sich Deepfakes von einer KI-Spielerei zu einem mächtigen Werkzeug weiterentwickelt. Auch Medienformate wie Leschs Kosmos, Galileo und anderen Sendungen arbeiten inzwischen mit TNG-Deepfakes.

In dem Vortrag zeigen wir die verschiedenen Evolutionsschritte der Deepfake-Technologie, beginnend mit dem "Ur"-Deepfake und endend mit Echtzeit-Deepfakes des gesamten Kopfes. Mehrere Live-Demos bringen dem Publikum einzelne Bestandteile der Software näher. Dabei gehen wir insbesondere auf verschiedene neue Technologien zur Verbesserung der Deepfake-Erzeugung wie zum Beispiel Tensorflow 2 und MediaPipe und die Unterschiede zu unseren früheren Umsetzungen ein.

Martin Förtsch studied computer sciences and works as an IT consultant for TNG Technology Consulting GmbH. In addition to the focus on agile software development in Java, he is familiar with the development of innovative showcases. As JavaOne Rockstar, Intel Software Innovator and Black Belt, he develops showcases with a focus on artificial intelligence, IoT, AR and VR.

Thomas Endres arbeitet in der Rolle eines Partners als IT-Consultant für TNG Technology Consulting in München. Neben seiner "normalen" Tätigkeit für die Firma und die Kundenprojekte entwickelt er zusammen mit dem TNG-Hardware-Hacking-Team verschiedene Prototypen - darunter ein Telepräsenz-Robotik-System, mit dem man die Realität aus den Augen eines Roboters erleben kann, oder aber eine Augmented-Reality-KI, die die Welt aus der Perspektive eines Künstlers zeigt. Er arbeitet an Anwendungen im Bereich der AR/VR, KI sowie der Gestensteuerung, um damit beispielsweise Quadrokopter autonom fliegen zu lassen oder berührungslos zu steuern. Darüber hinaus ist er in verschiedenen Open-Source-Projekten in Java, C# und allen Spielarten von JavaScript involviert.
Jonas Mayer arbeitet im Innovation Hacking Team der TNG Technology Consulting GmbH und beschäftigt sich dort mit der Entwicklung innovativer Showcases und Prototypen in Soft- und Hardware. So arbeitete er u.a. an Projekten, wie zum Beispiel Deepfakes, Mixed Reality KI-Kunstwerken und autonom fliegenden Minidrohnen. Jonas studierte Informatik: Games Engineering an der TU München.
Martin Förtsch, Thomas Endres, Jonas Mayer
Martin Förtsch, Thomas Endres, Jonas Mayer
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14:30 - 15:30
Mi 6.3
Schnell, innovativ, agil – Digitale Transformation (remote) gestalten
Schnell, innovativ, agil – Digitale Transformation (remote) gestalten

Für eine nachhaltige digitale Transformation braucht es eine funktionierende Innovationskultur, also Kreativität, Vernetzung und spontanen Austausch - aber wie geht das in Zeiten von Remote-Arbeit?

In unserer Session teilen wir unsere Erfahrung und Methoden, wie Sie Innovationskultur fördern können und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht. Anhand praktischer Beispiele aus zwei digitalen Transformationsprojekten teilen wir unsere Best Practices und Learnings. Dabei bleibt genügend Raum für Ihre Fragen und gemeinsame Diskussion.

Zielpublikum: Entwickler:innen, Führungskräfte, Architekt:innen, Manager, Projektleiter:innen, Entscheider
Voraussetzungen: Keine
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract

Für digitale Transformationen ist Corona Fluch und Segen zugleich: Einerseits hat die Pandemie operative Digitalisierungs-Barrieren abgebaut. Andererseits ist der Schlüssel für eine nachhaltige digitale Transformation eine funktionierende Innovationskultur. Und Innovation braucht Kreativität, Vernetzung und spontanen Austausch - aber wie geht das in Zeiten von Remote-Arbeit?

In unserer Session teilen wir unsere Erfahrung, wie Sie trotz (oder gerade wegen) Corona Innovationskultur fördern können und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht. Anhand des Teamklima-Inventars, einem Instrument zur Messung von Innovation und Effektivität in Teams, sprechen wir zunächst über die Voraussetzungen für quantitative und qualitative Innovation. Dabei gehen wir spezifisch auf die Herausforderungen verteilter Teams ein.

Anschließend zeigen wir einfach umsetzbare Tools und Methoden, mit denen Sie die Innovationskraft virtueller Teams fördern können, so z. B. das Virtuelle Office oder die Team Charta. Weiterhin teilen wir unsere Erfahrung aus zwei digitalen Transformationsprojekten: In beiden Unternehmen konnten wir durch systemische Interventionen neue Räume für Innovation schaffen und mit bestehenden Strukturen vereinen. Welche Herausforderungen uns dabei begegnet sind und inwiefern diese durch die Remote-Situation verstärkt wurden, berichten wir Ihnen in unserer Session. Selbstverständlich bleibt genügend Raum für Ihre Fragen und die gemeinsame Diskussion.

Alexandra Hoitz ist Wirtschaftspsychologin und Organisationsentwicklerin bei Scalamento. Ihr Purpose: Potentiale von Individuen und Organisationen entfalten. Ihre Superkraft: Für Alex ist kein Problem zu komplex.

Anne ist Agile Coach und Organisationsentwicklerin bei Scalamento. In dieser Rolle ist es ihr Ziel, Unternehmen fit für dynamische Märkte und selbstbestimmte Mitarbeitende zu machen. Ihre Musterbeobachtungs- und Coaching-Skills aus 8 Jahren Berufserfahrung setzt Anne momentan bei der digitalen Transformation eines deutschen Großkonzerns ein.

Alexandra Hoitz, Anne Herwanger
Alexandra Hoitz, Anne Herwanger
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17:00 - 18:00
Mi 3.4
UX als Booster für das Software Development
UX als Booster für das Software Development

Bei der Berücksichtigung von UX im Software Development sehen sich Unternehmen häufig vor neue Herausforderungen gestellt. Wichtige Faktoren stellen Kosten, Zeit, die nachhaltige UX-Integration in die bestehende Vorgehensweise und spezifische Einschränkungen in der Praxis dar. Im Rahmen des Vortrags bieten wir einen Einblick in unsere Projekterfahrungen sowie die relevantesten Erkenntnisse und präsentieren unsere daraus abgeleitete Vorgehensweise.

Zielpublikum: Entscheider, Projektleiter:innen, UX-Spezialist:innen und -Interessierte, Schnittstellen IT und Fachbereich
Voraussetzungen:Grundkenntnisse menschzentrierter Gestaltung/UX, Projekterfahrung
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Extended Abstract
Klingt die Berücksichtigung der UX geradezu paradiesisch, zeigen sich dabei häufig unerwartete Herausforderungen. Zwar gewinnen die Relevanz und der Mehrwert der Nutzerzentrierung an Bekanntheit, dennoch besteht nicht selten Skepsis seitens Kollegen oder Kunden. So werden gelegentlich weiterhin Aussagen wie „UX kostet mehr Zeit und Geld“ als Argument gegen die Berücksichtigung von UX in Projekten verwendet.
Daraus ergeben sich für die Integration von UX zunächst zwei Faktoren:

  • Kosten: Wie kann eine positive UX erreicht werden, ohne dass die Kosten steigen? Kann ich mittels der Vorgehensweise vielleicht sogar nachhaltig die Ausgaben reduzieren?
  • Zeit: Wie kann eine positive UX erreicht werden, ohne dass sich das „Go Live“ verzögert? Kann dies vielleicht sogar beschleunigt werden?

Darüber hinaus sehen sich Unternehmen im Zuge der Berücksichtigung von UX im Software Development vor weiteren organisatorischen Hürden. Häufige Fragen, denen sie sich stellen müssen, sind mitunter:

  • Wie kann UX in die bestehende Vorgehensweise integriert werden?• Welche Integrationsansätze gibt es und welcher von ihnen passt am besten für das jeweilige Projekt?
  • Wie können wir sicherstellen, dass UX als obligatorisch und nicht nur als „nice to have“ betrachtet wird?
  • Welche Methoden der menschzentrierten Gestaltung eignen sich besonders gut?
  • Wie ist vorzugehen, wenn kein direkter Nutzerkontakt möglich ist oder besondere Vorgaben vorliegen?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass neben der technologischen Machbarkeit, der Geschäftsnutzen, die fachlichen Anforderungen sowie die Nutzerbedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt werden?

Wir haben uns dieser Fragen angenommen und verschiedene Vorgehensweisen verprobt.
Zu unseren wichtigsten Erkenntnissen gehört, dass der Einfluss menschzentrierter Gestaltung bei richtigem Einsatz über eine positive UX hinaus geht: Nicht nur die Endnutzer sind mit den Ergebnissen zufriedener, sondern auch die Stakeholder, zu denen häufig auch die beteiligten Fachabteilungen zählen. Während eine gemeinsame, kohärente Produktvision und positive UX sichergestellt werden, erfolgt obendrein eine Beschleunigung des Software Developments. Dies führt zu einem nachhaltigen und begehrenswerten Endprodukt. Wie das möglich ist, wird im Rahmen des Vortrags vorgestellt. Wir bieten einen Einblick in unsere Projekterfahrungen und stellen unsere daraus abgeleitete Vorgehensweise vor.

Martha Janka praktiziert die menschzentrierte Gestaltung mit großer Leidenschaft in Kundenprojekten sowie auf strategischer Ebene. Sie leitet das von ihr gegründete UX-Team bei der MT AG.
Stanislaw Miller arbeitet als Berater bei der MT AG und ist Mitglied des UX-Teams. Seine Kreativität und starke Empathie setzt er am liebsten im Rahmen der menschzentrierten Gestaltung ein.
Martha Janka, Stanislaw Miller
Martha Janka, Stanislaw Miller
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17:00 - 18:00
Mi 5.4
'Shaping Transformative Experiences' – opportunities and how the pandemic has been a catalyst
'Shaping Transformative Experiences' – opportunities and how the pandemic has been a catalyst

Leaders of innovation, business and tech are experiencing an unprecedented demand to accelerate the pace of digital transformation. From board rooms to kindergarten classrooms, the unexpected upheaval triggered by the onset of the pandemic saw organizations make drastic changes. In this talk, Layla will share how we can learn from our transformations of past industrial revolutions, how shifts in human behavior help inform opportunities and how we can best consider interventions and take action.

Target Audience: Strategists, Product Owners, Designers, Technologists, Developers, Architects, Managers, - everyone
Prerequisites: None
Level: Advanced

Extended Abstract
Leaders of innovation, business and tech are experiencing an unprecedented demand to accelerate the pace of digital transformation. From board rooms to kindergarten classrooms, the unexpected upheaval triggered by the onset of the pandemic saw organizations make drastic changes. What for some was previously believed to be a process anticipating to take years, or met with resistance or incremental change, happened in months, weeks or even days.

We now have the amazing opportunity to shape our future rather than to react to it. Pandemic affects and evolving needs are converging to drive development towards innovative solutions. We need to build new capabilities towards helping organizations adopt new skills and shape new products and solutions – and simultaneously, we need to make different choices about where to focus efforts and initiatives. While no one can predict future moments of opportunity, or how technology will impact our lives on the short and long term, with certainty, we know opportunities will continue to come.

In this talk, Layla will share how we can learn from our transformations of past industrial revolutions, how shifts in human behavior help inform opportunities and how we can best consider interventions and take action.

Layla is a partner leading Prophet’s Experience + Innovation Practice in EMEA where she shapes signature experiences that connect people with the brands they love.
Born in Germany and equally at home in New York, Layla has 25+ years of defining, designing and launching innovative products and solutions in markets across US, Europe, Middle East and China. Guided by a human centered design approach, she draws inspiration from working with people who are optimistic, take license and enjoy elevating our experiences.
Layla’s multi-disciplinary teams have designed beautiful and complex systems of service and product for connected car, future mobility, IoT (consumer and industry), telecommunication, learning and future cities for clients such as BMW, Volkswagen, IKEA, China UnionPay, Deutsche Telekom, AT&T, o2 Telefonica, Saudi Telekom, Samsung, Siemens, General Electric, the 9/11 Memorial Museum, and other leading brands. She has spoken recently on these topics at the Business Design Talks Gdynia, InnoTrans Berlin (on the future of mobility), Technical University Munich, University of St. Gallen, Lucerne University
Layla Keramat
Layla Keramat
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17:00 - 18:00
Mi 6.4
Next Level Collaborative Modelling : Wie sich Stakeholder und Entwickler durch Domain Storytelling besser verstehen
Next Level Collaborative Modelling : Wie sich Stakeholder und Entwickler durch Domain Storytelling besser verstehen

In jedem Projekt treffen unterschiedlichste Menschen aufeinander und damit verschiedenartige Sichtweisen.

Fachliche Experten diskutieren mit Anwendern, Softwareentwicklern und unterstützenden Fachabteilungen wie PMO, Personalabteilung, Betriebsrat oder der Unternehmensrevision. Jede Stakeholdergruppe hat unterschiedliche Erwartungen bzw. konkreten Informationsbedarf an das Projekt.

Der Vortrag stellt Lösungsansätze und Beispiele vor, wie man mit Domain Storytelling fundierte Antworten auf die Fragestellungen der Stakeholder finden kann.

Zielpublikum: Product Owner, Entwickler:innen, Anwender, Projektleiter:innen, Manager, Coaches, alle Stakeholder
Voraussetzungen: Nur eine Kurzeinführung in die Methode, aber trotzdem für Einsteiger geeignet, weil selbsterklärend
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Extended Abstract

Mit Domain Storytelling lassen sich Themen wie fachliche Projektinhalte, Personen und Leistungskontrolle oder ordnungsgemäße Abrechnung auch für größere Gruppen für die Diskussion visuell aufbereiten. Den Beteiligten macht es in der Regel Spaß und ist sehr motivierend, die eigene Rolle konkret in Szenarien zu erleben, zu hinterfragen und am Ende gemeinsam neue Lösungen zu erarbeiten. Wenn dann auch die notwendige formale Projektdokumentation durch die Szenario-Diagramme vereinfacht werden kann, entstehen weitere Win-Win-Situationen rund um das Projekt.

Domain Storytelling als Interview- und Modellierungstechnik nutzt eine einfache Bildsprache, um Geschichten über den Anwendungsbereich zu erzählen und zu dokumentieren. Die Bildsprache kennt im Wesentlichen drei Arten von Symbolen, die als Icons und Pfeile dargestellt werden:

- Akteure sind die handelnden Personen und IT-Systeme einer Geschichte. Typischerweise benannt mit einer Rollenbezeichnung (z.B. Bus-Disponentin).

- Die Arbeitsgegenstände, mit den die Akteure ihre Arbeit machen. Oft Dinge, die man anfassen und sehen kann, wie der „Bus“. Manchmal auch ein vergegenständlichtes Konzept, wie der „Auftrag“.

- Aktivitäten beschreiben, was die Akteure tun, und werden durch Pfeile ausgedrückt. Die Nummerierung der Pfeile zeigt die Reihenfolge der Aktivitäten. Die Aktivitäten sind die Verben in unseren Geschichten.

Icons und Pfeile werden durch kurze Texte so erläutert, dass ein „visueller“ Satz entsteht. Für die Beschriftung verwenden wir Begriffe aus der Domänensprache. Das Ergebnis wird als Bild mit einfachen Piktogrammen dokumentiert. (Konkrete Beispiele finden sich unter www.domainstorytelling.org )

Carsten Lill (WPS – Workplace Solutions GmbH) interessiert sich für alles, was hilft, Projekte von der Vision bis hin zur Anforderung aufzusetzen. Er berät Kunden im Kontext Projekt- und Anforderungsmanagement, arbeitet als Agiler Coach und ist als praxisnaher Trainer für „Agilität und PM“ in Deutschland unterwegs.
Carsten Lill
Carsten Lill
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18:30 - 20:00
Nmi 4
Sicher unterwegs in der Ungewissheit – Effectuation
Sicher unterwegs in der Ungewissheit – Effectuation

Die meisten Verfahren zur Zukunftsgestaltung beginnen mit Analyse und Planung. Aber ist das auch der sinnvollste Ansatz für die Ungewissheit? Nein! Die Effectuation-Logik ermöglicht es, eine Zukunft aktiv zu gestalten, wenn das Umfeld ungewiss ist. Durch die Prinzipien entsteht ein "Sicherheitsnetz" - sozusagen das Treppengeländer auf einer noch nicht sichtbaren Treppe. Diese Session erweitert die eigene "Zukunftsgestaltungskompetenz" und befähigt, zwischen Planung und Gestaltung der Zukunft entscheiden zu können.

Zielpublikum: Entscheider:innen, Coaches, Scrum Master, Product Owner, Gründer:innen
Voraussetzungen: Neugierde, Offenheit für die Gestaltung der eigenen Zukunft
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract
Entrepreneure entscheiden und handeln. Doch wie machen sie das? Um diese Frage zu beantworten, hat Dr. Saras Sarasvathy eine bahnbrechende empirische Studie mit „Expert Entrepreneurs“ durchgeführt. Das Ergebnis: Effectuation – eine unternehmerischer Expertise. Effectuation macht an einem Punkt einen Unterschied, an dem wir häufig keinen machen. Sie fragt: "Wie ist die Zukunft?" und wählt dann die klassische Managementlogik oder Effectuation für das weitere Handeln aus.

Die Session – Theorie inkl. dem direkten Erleben von Effectuation – erläutert die 4 Prinzipien und das 5. Meta-Prinzip. Das geht am besten im Kontrast zu den Prinzipien der kausalen Logik. So bekommen die Teilnehmenden schnell ein Verständnis über die zwei unterschiedlichen Prozesse und deren Haltung. Letztendlich geht es darum, zwischen Planung und Gestaltung der Zukunft zu entscheiden. Beide Logiken haben ihre Berechtigung. Die Frage ist nur, ist die Zukunft vorhersehbar oder ungewiss? So erweitert jeder seine Repertoire an Zukunftsgestaltung.

Susanne Neunes arbeitet freiberuflich als Prozessbegleiterin, Coach und Facilitation und unterstützt Unternehmen darin, Agilität zu leben. Sie ist systemische und hypnosystemische Beraterin (Schwerpunkt OE), Scrum Master sowie Effectuation Expert. Sie setzt sich dafür ein, mit Spaß und Leichtigkeit aus den begrenzten Ressourcen das Beste zu machen.
Susanne Neunes
Susanne Neunes
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18:30 - 20:00
Nmi 5
The Future Starts Here
The Future Starts Here

Who drove your digital transformation? Your CEO? Or COVID-19? Across workplaces, markets and everyday habits, the pandemic transformed our world beyond our control. The way that we work, what we work on, even why we work were all transformed in ways that few organisational transformation programs ever achieved. Software played a key role in this transformation and, for better or for worse, it runs the world. We will explore the changes to the way we live that have moved from possibilities to realities and from opportunities to responsibilities.

Target Audience: Everyone interested in Digitalization
Prerequisites: None
Level: Advanced

Extended Abstract
Who drove your digital transformation? Your CEO? CTO? Or COVID-19? Across workplaces, markets and everyday habits, the pandemic transformed our world beyond our control. But for the parts we were able to control, software and technology played key roles. The way that we work, what we work on and even why we work were all transformed in ways that few organisational transformation programs ever achieved.

For better or for worse, software runs the world, and with great power comes great responsibility. Software has always been at the forefront of communication and distributed working, from the invention of the email to the current internet landscape, from social media to making socially distanced work a practical reality. Of course, it's not all good and things have not always turned out the way technologists expected. In this session we will explore the changes to the way we live that have moved from possibilities to realities and from opportunities to responsibilities.

Kevlin Henney is an independent consultant, speaker, writer, reviewer, and trainer. His development interests are in programming, people and practice. He is co-author of “A Pattern Language for Distributed Computing” and “On Patterns and Pattern Languages”, two volumes in the Pattern-Oriented Software Architecture series, and editor of “97 Things Every Programmer Should Know” and co-editor of “97 Things Every Java Programmer Should Know”.
Frank Buschmann ist Senior Principal Engineer bei Siemens Corporate Technology in München. Dort erforscht er moderne Software-Architektur und Entwicklungsansätze für die industrielle Digitalisierung. Die Produktentwicklung unterstützt Frank bei der effizienten Anwendung dieser Technologien. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Architekturen für Cyber-Physikalische Systeme, das Internet of Things, Intelligente Systeme sowie industrielles DevOps. Frank ist Co-Autor von vier Bänden der von John Wiley & Sons veröffentlichten 'Pattern-Oriented Software Architecture'.
Layla is a partner leading Prophet’s Experience + Innovation Practice in EMEA where she shapes signature experiences that connect people with the brands they love.
Born in Germany and equally at home in New York, Layla has 25+ years of defining, designing and launching innovative products and solutions in markets across US, Europe, Middle East and China. Guided by a human centered design approach, she draws inspiration from working with people who are optimistic, take license and enjoy elevating our experiences.
Layla’s multi-disciplinary teams have designed beautiful and complex systems of service and product for connected car, future mobility, IoT (consumer and industry), telecommunication, learning and future cities for clients such as BMW, Volkswagen, IKEA, China UnionPay, Deutsche Telekom, AT&T, o2 Telefonica, Saudi Telekom, Samsung, Siemens, General Electric, the 9/11 Memorial Museum, and other leading brands. She has spoken recently on these topics at the Business Design Talks Gdynia, InnoTrans Berlin (on the future of mobility), Technical University Munich, University of St. Gallen, Lucerne University

Michael Kircher verantwortet als Leitender Angestellter bei der DATEV eG die Themen Technologiestrategie, Software-Architektur, als auch die Software-Entwicklungsprozesse und -methoden. Von 2007 bis 2014 verantwortete er die technische Leitung der syngo Plattform der Siemens Healthcare. Seit über 30 Jahren ist er dem Software-Engineering verbunden: praktizierend, fordernd und fördernd.

Jan Bosch is professor at Chalmers University Technology in Gothenburg, Sweden and director of the Software Center (www.software-center.se), a strategic partner-funded collaboration between 17 large European companies (including Ericsson, Volvo Cars, Volvo Trucks, Saab Defense, Scania, Siemens and Bosch) and five universities focused on digitalization. Earlier, he worked as Vice President Engineering Process at Intuit Inc where he also led Intuit's Open Innovation efforts and headed the central mobile technologies team. Before Intuit, he was head of the Software and Application Technologies Laboratory at Nokia Research Center, Finland. Prior to joining Nokia, he headed the software engineering research group at the University of Groningen, The Netherlands. He received a MSc degree from the University of Twente, The Netherlands, and a PhD degree from Lund University, Sweden. His research activities include digitalisation, evidence-based development, business ecosystems, artificial intelligence and machine/deep learning, software architecture, software product families and software variability management. He is the author of several books including "Design and Use of Software Architectures: Adopting and Evolving a Product Line Approach" published by Pearson Education (Addison-Wesley & ACM Press) and “Speed, Data and Ecosystems: Excelling in a Software-Driven World” published by Taylor and Francis, editor of several books and volumes and author of hundreds of research articles. He is editor for Journal of Systems and Software as well as Science of Computer Programming, chaired several conferences as general and program chair, served on numerous program committees and organised countless workshops. Jan is a fellow member of the International Software Product Management Association (ISPMA) and a member of the Royal Swedish Academy of Engineering Science. Jan serves on the boards of IVER, Peltarion and Burt Intelligence and on the advisory boards of Assia Inc. in Redwood City, CA and Pure Systems GmbH (Germany). Earlier he was chairman of the board of Auqtus, Fidesmo and Remente. In the startup space, Jan is an angel investor in several startup companies. He also runs a boutique consulting firm, Boschonian AB, that offers its clients support around the implications of digitalization including the management of R&D and innovation. For more information see his website: www.janbosch.com.
Dr. Carola Lilienthal ist Geschäftsführerin bei der WPS - Workplace Solutions GmbH und Mitglied der Geschäftsleitung. Seit 1998 entwickelt sie qualitativ hochwertige Softwaresysteme mit ihren Teams. Carola hält regelmäßig Vorträge auf Konferenzen, schreibt Artikel und hat ein Buch zum Thema „Langlebige Software-Architekturen“ veröffentlicht.
Kevlin Henney, Frank Buschmann, Layla Keramat, Michael Kircher, Jan Bosch, Carola Lilienthal
Kevlin Henney, Frank Buschmann, Layla Keramat, Michael Kircher, Jan Bosch, Carola Lilienthal
Vortrag: Nmi 5
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, (Donnerstag, 03.Februar 2022)
09:00 - 10:45
Do 8.1
Domain-Driven Design für Legacy-Systeme
Domain-Driven Design für Legacy-Systeme

Auch Legacy-Systeme kann man mit Domain-driven Design (DDD) verbessern. Am Anfang sollte die Frage stehen, warum ein erfolgreiches Legacy-System überhaupt verbessert werden soll. Der Vortrag zeigt, wie man sich dazu an Änderungen des Geschäftsmodells orientieren kann. Technische Ansätze wie das Extrahieren von Bounded Contexts oder die Implementierung von Bubble Bounded Contexts verdeutlichen zudem, wie man ganz praktisch vorgehen kann. So kann DDD auch bei der Anpassung existierender Systeme an sich ständig ändernde Anforderungen helfen.

Zielpublikum: Technische Projektleiter:innen, Architekt:innen, Entwickler:innen
Voraussetzungen: Grundlegendes Verständnis über Softwareentwickung
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Eberhard Wolff ist Fellow bei INNOQ und arbeitet seit mehr als fünfzehn Jahren als Architekt und Berater, oft an der Schnittstelle zwischen Business und Technologie. Er ist Autor zahlreicher Artikel und Bücher, u.a. zu Continuous Delivery und Microservices und trägt regelmäßig als Sprecher auf internationalen Konferenzen vor. Sein technologischer Schwerpunkt sind moderne Architektur- und Entwicklungsansätze wie Cloud, Continuous Delivery, DevOps und Microservices.

Domain Driven Transformation – über den Umbau von IT-Landschaften mit DDD
Domain Driven Transformation – über den Umbau von IT-Landschaften mit DDD

In den letzten Jahren erfahren IT-Landschaften durch Digitalisierung einen großen Änderungsdruck. Für ältere IT-Landschaften bedeutet dies eine komplette strategische Neuausrichtung. In diesem Beitrag schlagen wir mit Domain Driven Transformation eine Methodik vor, in der DDD mit Methoden des EAMs (Enterprise Architecture Management) kombiniert wird. Im Kern liegt die Definition von Bounded Contexts und einer Context Map, die mit der IST-IT-Landschaft abgeglichen werden kann. Aus dem Abgleich entstehen Handlungsfelder, die priorisiert und in eine Roadmap aufgenommen werden.

Zielpublikum: IT-Architekt:innen, IT-Manager und Projektleiter:innen
Voraussetzungen: Grundsätzliches Verständnis von DDD und EAMs
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Extended Abstract
In den letzten Jahren erfahren die IT-Landschaften von Unternehmen einen immer größeren Druck auf notwendige Veränderungen. Dies hat mehrere Gründe:
- Die Cloud verspricht viele Vorteile, aber die vorhandenen, veralteten Technologien verhindern eine Nutzung
- Die Digitalisierung des Business von Firmen führt zu einem Bedarf an schnellen und größeren Änderungen sowie Erweiterungen in der IT-Landschaft
- The 'war of talents' verlangt nach der Nutzung von modernen Technologien, um Talente im Unternehmen zu halten oder einstellen zu können
Für ältere IT-Landschaften bedeutet dies häufig eine komplette strategische Neuausrichtung mit dem Fokus, eine Zielarchitektur zu definieren und einen Plan für die Transformation der IT-Landschaft aufzustellen. Damit die Vorteile der modernen Technologien und Organisation (Cloud-Technologie, DevOps) schnell genutzt werden können, müssen Handlungsfelder priorisiert werden und die Umbauschritte mit dem Projektportfolio und dem EAM verzahnt werden. Ziel des Planungsprojekts ist die Definition einer Zielarchitektur, eine allgemeine Vorgehensweise sowie eine Roadmap, mit deren Hilfe die IT-Landschaft schrittweise in den nächsten Jahren umgebaut werden kann. Und dabei sollen möglichst schnell Benefits hinsichtlich der anfangs genannten Punkte erreicht werden.
In diesem Beitrag werden zunächst die Ausgangslage und die Ziele eines Planungsprojekts erläutert. Dazu schlagen wir eine an die DDD angelegte Methodik vor: Domain Driven Transformation, eine Methodik, in der DDD mit Methoden des EAMs und Projektmanagements kombiniert werden. Im Kern liegt die Definition von Bounded Contexts und einer Context Map, die zum Bedarf des Business passt und mit der derzeitigen IT-Landschaft abgeglichen werden kann. Aus dem Abgleich entstehen Handlungsfelder, die priorisiert und in eine Roadmap aufgenommen werden. Um überhaupt zu einem guten Aufsatzpunkt für DDD zu kommen, muss der Soll-Bedarf des Business definiert werden. Dazu werden capability maps, Prozesslandkarten und Business-Strategien analysiert und damit die gesamte zu betrachtende fachliche Welt aufgespannt. In diesem aufgespannten Feld dienen zunächst Orientierungsszenarien mit Hilfe von Domain Stories dazu, die fachliche Welt näher zu definieren.
In einem spiralförmigen Prozess aus business capabilities, Prozesslandkarte und Domain Stories wird das Feld tiefer erschlossen und Subdomänen werden erkannt. Die daraus definierten Bounded Contexts werden zusammen mit Make-or-buy-Entscheidungen zu einer Zielarchitektur zusammengefasst und mit der IT-Landschaft abgeglichen. Die Handlungsfelder umfassen Redesign-Vorhaben von Applikationen, Modernisierungen, Entrümpelung von nicht mehr benötigten System(teil)en sowie Abschaltung und Einführung von Kaufsoftware zusammen mit der notwendigen Integration.
Der Umbau der IT-Landschaft ist ein über mehrere Jahre andauernder Prozess, der im Sinne einer gesteuerten Evolution immer wieder vom Business-Bedarf über die Zielarchitektur bis zur Priorisierung angepasst werden muss. Die Dokumentation und das Handwerkszeug aus dem obigen Vorgehen eignen sich gut, die Zielarchitektur und die Priorisierungen auf dem Weg der Transformation anzupassen.

Dr. Sönke J. Magnussen begann seine Karriere nach Studium und Promotion der Informatik bei der Deutschen Lufthansa als ABAP & Java-Entwickler sowie als Software-Architekt. Als Manager verantwortete er mehrere Teams für den Betrieb und die Weiterentwicklung von IT-Landschaften. Im Rahmen dieser Führungsfunktionen leitete er mehrere Digitalisierungsvorhaben sowie Redesign- und Einführungsprojekte für die Neuausrichtung von IT-Landschaften auf Digitalisierungs- und Cloud-Strategien. Als IT-Architekt und Consultant bei der WPS – Workplace Solutions hilft er jetzt Teams, IT-Landschaften auf die Zukunft auszurichten.

Henning liebt Programmieren in hoher Qualität. Diese Leidenschaft lebt er als Coder, Coach und Consultant bei der WPS - Workplace Solutions aus. Dort hilft er Teams dabei, Ihre gewachsenen Monolithen zu strukturieren oder neue Systeme von Anfang an mit einer tragfähigen Architektur zu errichten. Häufig kommen dann Microservices oder Self-Contained Systems heraus. Henning ist Autor von »Domain Storytelling« (Addison-Wesley) und dem www.LeasingNinja.io sowie Übersetzer von »Domain-Driven Design kompakt« (dpunkt).

Eberhard Wolff
Sönke Magnussen, Henning Schwentner
Sönke Magnussen, Henning Schwentner
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11:00 - 11:45
Do 4.2
Haqoona Matata – Die Digitalisierung lebenslangen Lernens
Haqoona Matata – Die Digitalisierung lebenslangen Lernens

Die Digitalisierung auf der einen Seite und lebenslanges Lernen auf der anderen Seite führt zu der Frage: Welche Plattform wird unseren lebenslangen Lernweg begleiten? Wer bekommt die Daten und wer kann Bildung weltweit fair ermöglichen? Die Antwort ist eine Plattformgenossenschaft, die allen Nutzern gehört, auf der Lieferanten faire Bedingungen vorfinden und alle profitieren. Wir haben uns auf den Weg gemacht, diese Vision zum Leben zu erwecken, und werden von unserer Reise berichten.

Zielpublikum: Jeder, der sich für lebenslanges Lernen und/oder Plattformökonomie interessiert
Voraussetzungen: Keine
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Extended Abstract
Die Digitalisierung unserer Vision „Stellen Sie sich eine faire Welt vor, in der jeder einzelne Mensch Zugang zu maßgeschneiderter, qualitativ hochwertiger Bildung und Wissen hat.“ führt uns zur Plattform-Genossenschaft haqoo, die allen Nutzern gehört und Dienstleistungen zum lebenslangen Lernen anbietet.
Für viele ist Google der Anlaufpunkt, um etwas im Internet zu suchen, Amazon, um etwas zu kaufen, und Facebook, Instagram & Co., um sich auszutauschen. Für einige sind diese Plattformen bereits langjährige Begleiter.
Wir erstellen eine Plattform, die Anlaufpunkt für Lernen ist. Lernplattformen gibt es schon lange und wie so vieles steigen auch hier die Nachfrage und das Angebot derzeit exponentiell an. Das Angebot an Lerninhalten und Formaten ist vielfältig und das wird hoffentlich auch so bleiben. Ebenso wie Amazon eine Vielfalt an Produkten anbietet und Google eine Vielfalt an Webseiten findet.
Aber die Plattform ist wie eine Infrastruktur und muss allen Anwendern – Konsumenten und Anbietern – einen Nutzen bringen. Wenn die Plattform den Anwendern gehört, dann kann sie diesem System keine Werte entziehen. In der Plattformökonomie sind meist die Plattformen die Gewinner, vor allem auf Kosten der Anbieter.
In diesem Vortrag geben wir einen allgemeinen Überblick über Plattformgenossenschaften als Alternative zu den Monopolen der Plattformökonomie und geben einen Einblick in die haqoo Story.
Die Geschichte beginnt bei unserem Unternehmen oose, wo haqoo geboren wird. oose ist ein Beratungs- und Trainingsunternehmen, das bereits seit 8 Jahren eine Genossenschaft ist, die den Mitarbeitern gehört und selbstorganisiert arbeitet.
Wir begeben uns mit haqoo auf eine lange und schwierige Reise, die schon seit dem ersten Aussprechen der Idee voller wertvoller Erlebnisse ist. Und wir sind optimistisch, dass es weiterhin richtig gut bleibt – Haqoona Matata!

Tim Weilkiens ist Vorstand der Genossenschaft oose und u. a. Berater und Trainer für Systems Engineering.
Marko Ilic ist bei oose hauptsächlich im Marketing tätig. Außerdem ist er Mitglied der Gruppe, die bei oose die Gründung einer Plattform-Genossenschaft für lebenslanges Lernen vorantreibt.
Tim Weilkiens, Marko Ilic
Tim Weilkiens, Marko Ilic
Vortrag: Do 4.2
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