Hinweis: Die aktuelle OOP-Konferenz finden Sie hier!
SIGS DATACOM Fachinformationen für IT-Professionals

COMPLEXITY:
Managing Today's Challenges

München, 03. - 07. Februar 2014

Konferenz

Das Unvorhersehbare handhaben - warum es uns alle betrifft

Datum:04.02.2014
Uhrzeit:17:45 - 18:45
Vortrag: Di 3.4
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Was haben NoSQL, Adaptive Case Mgmt., SW-Craftmanship, agiles BPMN, agile SW-Architektur, Design Thinking, Scrum, dynamische Organisationen, Industrie 4.0 und Soft Skills gemeinsam? Genau: alle üben, mit dem Unplanbaren gut umzugehen.
Bernd Oestereich lädt seine Kollegen zu einer Pecha Kucha-Kurzvortragsserie, die jedes Thema kurz auf den Punkt bringen und am Ende zeigen, wie es doch immer um den Umgang mit Komplexität und Dynamik geht. Nutzen Sie die einmalige Möglichkeit, mit einem Schlag verschiedene Trend-Themen ebenso wie das große Ganze kurzweilig kennen zu lernen.

Zielpublikum: alle
Voraussetzungen: Kenntnisse: was ist Agilität?
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Sie lernen:
Überblick über wichtige Trendthemen und was das mit dem Konferenzmotto der OOP 2014 zu tun hat.

Ausführliche Beschreibung:
In verschiedenen Bereichen der Informatik und der Gesellschaft insgesamt können wir gerade einen Megatrend/Paradigmenwechsel beobachten: wir suchen nach Wegen und üben uns darin, mit den Unplanbaren und Unvorhersehbaren gut umzugehen.
1. In unserer Branche begann dies mit der agilen Bewegung (Scrum, APM), bei der es u. A. darum ging, während der Projektlaufzeit ungeplante inhaltliche Änderungen willkommen zu heißen. Dieses Thema stellen wir aber NICHT vor, da wir es als allgemein bekannt voraussetzen.
2. Im Geschäftsprozessmanagement gibt es das gerade populär werdende Thema Adaptive Case Management - Dabei geht es darum, schwach strukturierbare Prozesse, deren genauer Ablauf nicht von Vornherein bestimmt werden kann, innerhalb ansonsten definierter Geschäftsprozesse zu integrieren. Passenderweise heißt sogar ein Buch zum Thema (von Keith D. Swenson (Hrsg.)) “Mastering the Unpredictable”.
3. Die NoSQL-Bewegung kennt unterschiedliche Motivationen. Neben Performance-Aspekten bei großen Datenmengen, speziellen Datenorganisationen (Geo- und Netzwerk-Graphen) existiert der Zweig der schemavarianten oder schemafreien Datenbanken. Auch hier geht es um Flexibilität und darum, das DB-Schema nicht im Vorhinein festzuschreiben.
4. Bei der Software Craftsmanship-Bewegung geht es um die Besinnung auf handwerkliches Können statt dem Folgen fertiger Engineering-Prozesse in der Softwareentwicklung. Damit können komplexe Zusammenhänge und dynamische Situationen besser gehandhabt werden, bspw. weil sauberer Code eine gehörige Portion späterer Überraschungen gut verkraftet.
5. Auch die Ansätze zu agilen SW-Architekturen und
6. agilem BPM berühren das Kernthema.
7. Design Thinking ist gar ein Ansatz, Unvorhersehbares systematisch zu produzieren.
8. Dynamische Organisationen sind die Antwort auf das zunehmende Versagen tayloristischer Arbeitsorganisationen und dem Trennen des Denkens/Entscheidens vom Handeln/Ausführen. Hier geht es darum, mittels erhöhter Selbstorganisation Unternehmen robuster gegenüber Umgebungsveränderungen (Marktdruck) zu machen.
9. Auch beim Thema Industrie 4.0 wird die Wandlungsfähigkeit, starke Individualisierung und Flexibilisierung der industriellen Produktion propagiert.
10. Die gestiegene Akzeptanz von und Nachfrage nach Soft Skills hat meines Erachtens ebenfalls etwas mit diesem Megatrend zu tun. Komplexe, dynamische und unvorhersehbare Situationen erfordern von den beteiligten Menschen eine höhere Kommunikations-, Entscheidungs- und Konfliktkompetenz. Vertrauen in der beruflichen Kollaboration und Kooperation ist ein Hebel und Wettbewerbsvorteil, unklare Situationen dennoch zügig zu bewältigen.