SIGS DATACOM Fachinformationen für IT-Professionals

SOFTWARE MEETS BUSINESS:
Die Konferenz für Software-Architekturen
30. Januar - 03. Februar 2017

Sessionsdetails

Vortrag: Mo 3
Datum: Mo, 30.01.2017
Uhrzeit: 10:00 - 17:00
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Die 7 Schritte zum Software-Retrofit – Hard- und Soft Skills Hand in Hand

Uhrzeit: 10:00 - 17:00
Vortrag: Mo 3

 

„Retrofit“ bezeichnet die Modernisierung bzw. den Ausbau von Produktionsanlagen bzw. Software. Ziel ist die Sicherstellung des Betriebs, oft bei Steigerung von Effizienz und Produktionsvolumen. Oft ist der Hersteller nicht mehr am Markt bzw. das Wissen über das System ist in Vergessenheit geraten. Daher müssen diese Systeme sehr genau analysiert werden. Dabei sind die Mitarbeiter die ersten Ansprechpartner und meist einzigen Know-how-Träger. In diesem Tutorial werden Hard und Soft Skills vermittelt, die helfen, derartige Projekte durchzuführen.


Zielpublikum: Architekten, Entwickler, Projektleiter, Entscheider, Mitarbeiter im Projekt
Voraussetzungen: Projekterfahrung, IT-Erfahrung
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Extended Abstract
„Retrofit“ bezeichnet die Modernisierung bzw. den Ausbau von Produktionsanlagen. Ziel eines Retrofittings ist die Sicherstellung des Betriebs, oft bei gleichzeitiger Steigerung von Effizienz und Produktionsvolumen.
Beim Software-Retrofit bleiben die vorhandenen Softwarelösungen prinzipiell bestehen, jedoch werden Modifikationen vorgenommen. So kann die Software an neue Anforderungen angepasst werden. Zum einen können zusätzliche Module ergänzt werden, wie etwa eine Visualisierung oder neue Schnittstellen. Aber auch die Portierung auf eine neue Datenbank oder ein neues Betriebssystem ist möglich. Das alte Softwaresystem bleibt somit „runderneuert“ erhalten.
Software-Retrofit ist eine interessante Reise - von alten zu neuen Technologien. Oft ist der Hersteller nicht mehr am Markt bzw. das Wissen über das System ist in Vergessenheit geraten. Daher müssen diese Systeme sehr genau analysiert werden. Dabei sind die Mitarbeiter, die das System bedienen, die ersten Ansprechpartner und meist einzigen Know-how-Träger und müssen beim Retrofit aktiv einbezogen werden.
Das Durchführen von Software-Änderungen auf geschäftskritischen Legacy-Systemen erfordert nicht nur die Fähigkeiten eines Software-Engineers, sondern auch die eines Tech-Archäologen, eines Detektivs, eines Psychologen und mehr. Aus eigenen Erfahrungen wurde ein schrittweiser Ansatz zum Software-Retrofit destilliert. Dabei geht es um das Verstehen, das Stabilisieren und die Verbesserung der Systeme, ohne die täglichen Geschäftsabläufe zu stören.
Die 7 Schritte zum Software Retrofit sind:
1. Überblick verschaffen
2. Technische und organisatorische Informationen sammeln
3. Gesammelte Informationen gruppieren
4. System stabilisieren
5. Testsysteme aufbauen
6. Sollzustand definieren
7. Zwischenziele definieren und umsetzen
(siehe auch www.computer.org/csdl/mags/so/2016/02/mso2016020011.pdf)
Im Rahmen des Tutorials werden „Die 7 Schritte zum Software-Retrofit“ vorgestellt und in Einheiten von ca. 30 bis 45 Minuten werden sowohl Soft als auch Hard Skills vermittelt, die beim Retrofit hilfreich sind. Softe Themen sind u.a.: der vertrauenswürdige Auftritt (Kleidung, Sprache usw.), Kooperationsbereitschaft erzeugen, Social hacking, … Harte Themen sind u.a.: Techniken zur Informationsgruppierung, Netzwerk-Sniffen, Architektur-Archäologie, …
Im Verlaufe des Tutorials wechseln die Sprecher ebenso wie die Fachgebiete, sodass die Teilnehmenden sich am Ende des Tages interdisziplinär mit dem Thema „Software-Retrofit“ beschäftigt haben.
Ziel soll es sein, dass Techies ein wenig Verständnis für Soft Skills bekommen und diese nicht als unnötig abtun. Auf der anderen Seite sollen eher Soft-Skill-betonte Teilnehmer erkennen, dass auch sie nicht alleine auf der Welt sind, sondern auch Techies mit Hard Skills benötigen.
Summary: Es ist kaum möglich, ein Software-Retrofit durchzuführen, ohne sowohl Hard als auch Soft Skills zu beherrschen